Adventgemeinde Lahr

Vor langer Zeit sah ich ein Schild mit der Aufschrift: 
“Der Himmels-Laden”. 
Als ich näher kam, ging die Tür auf ... 
Und bevor ich es begriff, war ich schon eingetreten.


Ein Engel gab mir einen Korb und sagte: 
 ”Du darfst alles einkaufen, was du dir wünschst. 
In diesem Laden gibt es alles, was Du begehrst“

Sprichst du einen ernsten Satz,
gleicht er einem teuren Schatz;
doch machst du viele laue Sätze,
sind sie verfänglich wie die Netze.

Was zu tun ist, sagst du nun;
sagst du´s, musst du es noch tun.
Doch denkst du das Tun zu meiden,
muss deine Rede Zweifel leiden.

So liegt im Tun deiner Rede Macht;
und ohne dem sie wird verlacht.
Doch anders ist´s mit Gottes Wort,
denn was er sagt,

Wenn Du vergessen oder vernachlässigt wirst,
wenn man dich mit Fleiß in die Ecke stellt,
und du beugst dich darunter und dankst dem Herrn
in deinem Herzen für die Beleidigungen und Demütigungen

- das ist Sieg.
 

Wenn das Gute, das du tust oder beabsichtigst, verlästert wird,
wenn deine Wünsche durchkreuzt werden,
wenn man deinem Geschmack zuwiderhandelt,
deinen Rat verschmäht,
deine Ansichten lächerlich macht,
und du nimmst alles still in Liebe und Geduld an,

- das ist Sieg.

 

Wenn du mit jedem Klima,
jeder Gesellschaft und Lebensstellung,
jeder Vereinsamung,

Möglicher Weise kennt nicht jeder diese Redewendung; sie besagt: Ich habe mir den Mut genommen (und darauf bin ich auch stolz), dem meine Meinung ganz unverblümt und verletzlich zu sagen.

Was bringt dieser Mut? – Etwas Stolz. OK. Und was noch? Verbesserung der Beziehung? Mehr gesellschaftliche Akzeptanz? Freude? Friede? Nicht im geringsten, im Gegenteil, das sind Opfer, die mein Stolz nicht rechtfertigen, sondern mir selbst nachteilig werden! Nicht einmal der Stolz befriedigt wirklich nach all den Auswirkungen. Aber ich wollte mich nicht unterkriegen lassen, ich bin doch auch jemand, ich wollte mein Ansehen schonen, ich muss mir doch nicht alles gefallen lassen – wo kämen wir da sonst hin.

Könnte es sein, dass  unsere Gesellschaft unter diesem Verhaltensmuster ziemlich massiv leidet? Jeder sieht sich genötigt, sich durchzusetzen, um nicht unter den Tisch gekehrt zu werden. Doch das kann nicht die Lösung des Problems sein, denn man sollte sich stets so verhalten, dass, wenn alle sich so verhalten, es dem geselligen Miteinander förderlich ist.

Spielen wir einmal so eine Szene.

    Warum ließ Gott dem Johannes in Offenbarung 14,6ff wissen, dass er kurz vor Ablauf der Weltzeit drei Engel mit mächtiger Vollmacht senden wird, deren erste Botschaft die Menschheit auffordert, den Schöpfergott anzubeten? Hätte solch eine Botschaft nicht an den Anfang der Weltzeit gehört?
 
    William Miller (1782 – 1849), Baptist und Deist, litt unter der Vorstellung, dass Gott die Welt geschaffen hatte, sie aber dann sich selbst überlassen hat. Solch ein Gott ist nicht der Anbetung wert. Er entschloss sich, dem biblischen Gott zuzuwenden und entdeckte durch  sein intensives Bibelstudium, dass aufgrund der prophetischen Zeitangaben in der Bibel 1844 ein bedeutsames Ereignis stattfinden würde: die Wiederkunft Jesu, wie er anfangs glaubte. Er wurde zunehmend intensiver aufgefordert, das zu verkündigen. Auch wenn er sich in dem Ereignis getäuscht hatte und Jesus nicht wiedergekommen ist, hat seine Verkündigung doch einen gewaltigen Anreiz bewirkt, die Bibel intensiver zu studieren. Mit anderen Worten: Die Botschaft des ersten Engels, sich dem Schöpfergott zuzuwenden, begann seine Wirkung zu zeigen. Es entwickelte sich nach der großen Enttäuschung der ‚Milleriten’ (Milleranhänger) eine erst kleine, aber wachsende Gruppe Menschen, die intensiv in der Bibel forschten, und auf diesem Wege den Schöpfergott immer besser kennen lernten. Dabei entdeckten sie, dass Jesus sehr wohl bald wiederkommen wird – wir also in der Endzeit leben und uns auf die Wiederkunft vorzubereiten haben. Diese Erkenntnis entwickelte in ihnen das Bedürfnis, sie öffentlich bekannt zu machen. Daraus entwickelte sich in den Jahren um 1860 die Sevent day adventist church; heute und hier bekannt als die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.
 
   Interessanter Weise verfasste der Naturwissenschaftler Carles Darwin (1809 – 1882)