Adventgemeinde Lahr

Schöpfung, gibt es so etwas?

    Warum ließ Gott dem Johannes in Offenbarung 14,6ff wissen, dass er kurz vor Ablauf der Weltzeit drei Engel mit mächtiger Vollmacht senden wird, deren erste Botschaft die Menschheit auffordert, den Schöpfergott anzubeten? Hätte solch eine Botschaft nicht an den Anfang der Weltzeit gehört?
 
    William Miller (1782 – 1849), Baptist und Deist, litt unter der Vorstellung, dass Gott die Welt geschaffen hatte, sie aber dann sich selbst überlassen hat. Solch ein Gott ist nicht der Anbetung wert. Er entschloss sich, dem biblischen Gott zuzuwenden und entdeckte durch  sein intensives Bibelstudium, dass aufgrund der prophetischen Zeitangaben in der Bibel 1844 ein bedeutsames Ereignis stattfinden würde: die Wiederkunft Jesu, wie er anfangs glaubte. Er wurde zunehmend intensiver aufgefordert, das zu verkündigen. Auch wenn er sich in dem Ereignis getäuscht hatte und Jesus nicht wiedergekommen ist, hat seine Verkündigung doch einen gewaltigen Anreiz bewirkt, die Bibel intensiver zu studieren. Mit anderen Worten: Die Botschaft des ersten Engels, sich dem Schöpfergott zuzuwenden, begann seine Wirkung zu zeigen. Es entwickelte sich nach der großen Enttäuschung der ‚Milleriten’ (Milleranhänger) eine erst kleine, aber wachsende Gruppe Menschen, die intensiv in der Bibel forschten, und auf diesem Wege den Schöpfergott immer besser kennen lernten. Dabei entdeckten sie, dass Jesus sehr wohl bald wiederkommen wird – wir also in der Endzeit leben und uns auf die Wiederkunft vorzubereiten haben. Diese Erkenntnis entwickelte in ihnen das Bedürfnis, sie öffentlich bekannt zu machen. Daraus entwickelte sich in den Jahren um 1860 die Sevent day adventist church; heute und hier bekannt als die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.
 
   Interessanter Weise verfasste der Naturwissenschaftler Carles Darwin (1809 – 1882) 
genau zu der Zeit – 1844 -  seine Evolutionstheorie, die er einige Jahre später veröffentlichte.
 
Evolutionisten glauben nicht, dass der Schöpfungsbericht in 1. Mose 1 der Wirklichkeit entspreche. Er sei zu simpel, wissenschaftlich nicht belegbar. Und sie haben Recht; der Schöpfungsbericht lässt sich nicht beweisen; er ist die Kreationstheorie und steht der Evolutionstheorie gegenüber. Gott selbst stellt dem Hiob die Frage: „Wo warst du, als ich die Erde gründete? Sage mir's, wenn du so klug bist!“ ( Hiob 38,4). Kein Mensch kann als Augenzeuge die Schöpfung bezeugen – aber auch nicht die Evolution! Einer Theorie kann man nur glauben oder nicht glauben. Es stellt sich die Frage, welche Theorie ist glaubwürdiger.
 
    Wie kann man die Glaubwürdigkeit einer Theorie erforschen? Nach zweierlei Methoden. Die eine ist das Analysieren (auseinandernehmen, zergliedern), auch ‚Griechisches Denken’ genannt. Die Versuche, die Evolutionstheorie zu erforschen (analysieren), ist nicht sehr erfolgsversprechend. Am Anfang war ein Einzeller; und wie ist der entstanden? Aus chemischen und biologischen Substanzen; und wo kommen die her? Durch Zufall haben die sich formiert; und wie kann sich so eine Formierung teilen, wachsen und vermehren???...
 
Aber auch der Versuch, die Schöpfungslehre zu analysieren ist nicht fruchtbar; denn das würde bedeuten, Gott analysieren zu wollen – eine Unmöglichkeit. Ein Gott der sich analysieren ließe, wäre kein Gott!
 
    Die andere Methode ist Synthetisieren (verbinden), auch ‚Hebräisches Denken’ genannt; Zusammenhänge erkennen. Dieser Methode liefert die Bibel eine hervorragende Grundlage.
 
Die Bibel wurde in einem Zeitraum von über 1.400 Jahren geschrieben von 40 Schreibern aus 60 Generationen; und bildet doch eine Einheit in ihren Aussagen.
 
   Mose, der Verfasser des Schöpfungsberichtes, hat um 1500 v.C. gelebt. Hiob lebte schätzungsweise rund 500 Jahre vor Mose; David um 1000 v.C.; Jesaja um 700 v.C.; Jeremia um 600 v.C.; auch Paulus und Johannes, neutestamentliche Zeit; alle die genannten und noch weitere Schreiber haben das Thema Schöpfung angesprochen und stimmen mit dem Schöpfungsbericht überein! Selbst Jesus nahm Bezug auf den Schöpfungsbericht und zitierte ihn sogar wörtlich: „Habt ihr nicht gelesen, dass,  der im Anfang den Menschen gemacht hat...“ (Math.19,4).
 
Wenn Jesus, der in Wirklichkeit der Schöpfer ist, den Bericht des Mose wörtlich akzeptiert, wer ist dann berechtigt, diesen Bericht umzuinterpretieren oder, anzuzweifeln oder gar abzulehnen?
 
   Wenn sich schon beide Theorien nicht beweisen lassen, fragen wir uns doch, welche unterschiedliche Wirkungen haben beide Theorien?
 
 
 
Vordergründig macht es den Eindruck, sich dem Schöpfungsbericht zu unterstellen, hieße sich zu demütigen (etwas einfach so anzunehmen, wie es ein anderer geschrieben hat). Demgegenüber erscheint es angenehmer, der Evolutionstheorie zuzustimmen, denn die gibt dem Anhänger die faszinierende Chance, sein eigenes Denken mit einzubringen. Denn wenn Gott als der Schöpfer abgelehnt wird, wer rückt dann an seine Stelle? Der, der ihn absetzt!
 
   Aber betrachten wir die Entwicklung in Zusammenhängen, so erkennen wir, dass die Menschheit als Ganzes in den Jahren (Jahrtausenden) vor der Evolutionstheorie relativ ‚human’ gelebt hat. Doch seit dem 20.Jh. nimmt der Gottesglaube rapide ab, und mit dem Gottesglauben auch die Menschlichkeit im Umgang miteinander. Ja, wer keinen Respekt vor dem Schöpfer hat, wird auch bald keinen Respekt vor den Geschöpfen haben.
 
    Unsere Zivilisation leidet unter der zunehmend unmenschlicher werdenden Gesellschaft.
 
Viele haben keine Zukunftsaussichten mehr, sie resignieren, werden depressiv; und die Selbstmordrate nimmt beängstigend zu.
 
    Es gibt eine, die einzige, Chance, dieser Entwicklung entgegenzusteuern: Die Kreationstheorie annehmen! Was wie eine Unterordnung (Demütigung) aussieht, entpuppt sich aber als eine Erhöhung. Lassen wir den Schöpfungsbericht sprechen. In 1.Mose 1, 26 hören wir Gottes Stimme: „Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen...“ Demnach ist der Mensch von einem intelligenten Wesen geschaffen; und das mit großer Ehre: Zum Ebenbild Gottes. Gott liebt seine Geschöpfe, er will sie ehren, Er hat ihnen Vollmacht erteilt, über seine Schöpfung (Natur) zu herrschen.
 
   Die sich selbst zu Gott machen wollen (wie Luzifer), werden ihr Ziel nicht erreichen, sie werden hinabsteigen in einen menschenunwürdigen Status. Schon die Annahme, der Mensch sei das Produkt eines Zufalls, aus einem Tier entwickelt, und ohne Bestimmung seines Daseins, ist nicht gerade lebensbejahend.
 
     Wie ganz anders animiert da der Schöpfungsbericht die lebensbejahende Haltung. Gott liebt seine Geschöpfe, mich und dich. Er nimmt Anteil an unser Wohlergehen, er sorgt für unsere Bedürfnisse und segnet unsere Treue zu ihm.
 
     Welchem Gott will ich treu sein: dem, den es gar nicht gibt,  der kein Interesse an meinem Wohlergehen hat, oder dem, der mich liebt, der mich erhöht und will, dass ich seinem Bilde ähnlich werde: so liebe, wie er liebt, für andere da bin, wie er für mich da ist, der dafür sorgt, dass es mir gut geht. und darüberhinaus auch noch ewiges Leben anbietet. Denn dem, der ihm zuwendet, erlässt er durch das Blut seines Sohnes Jesu Christi die Sünden.