Adventgemeinde Lahr

Freut euch immerzu, mit der Freude, die vom Herrn kommt! Und noch einmal sage ich: Freut euch!  Alle sollen sehen, wie freundlich und gütig ihr zueinander seid. Der Herr kommt bald!

Macht euch keine Sorgen, sondern wendet euch in jeder Lage an Gott und bringt eure Bitten vor ihn. Tut es mit Dank für das, was er euch geschenkt hat. Dann wird der Frieden Gottes, der alles menschliche Begreifen weit übersteigt, euer Denken und Wollen im Guten bewahren, geborgen in der Gemeinschaft mit Jesus Christus.    Phil.4,4-7

Eine Pusteblume ist ein Wort:

Stoßt man sich daran,

trägt der Wind es fort.

Es ist nicht mehr gesehen,

nicht mehr gehört,

vergessen.

 

Niemand weiß,

doch ist es so:

Irgendwo

wird es genährt,

befruchtet und gemessen.

 

Ein Same ist´s,

der keimt und wächst

und wächst und wächst,

und verletzt;

und rasch 

Liebesgeständnisse und Heiraten sind zwei Themen die zusammen gehören und so göttlichen Ursprungs sind wie Mann und Frau selbst.

Nur, während Heiraten eher öffentliche Bekenntnisse sind, sind Liebesgeständnisse eher persönliche, die in den Intimbereich des Paares gehören. Doch will ich jetzt einmal den Versuch wagen, einen Liebesbrief zu veröffentlichen, weil es ein besonderer ist.

Ich liebe dich! – Nein, 

...Ehe es passiert.
Die allgemeine Haltung zur Ehe tendiert in unserer postmodernen Gesellschaft immer mehr in die Richtung: „Ist doch alles erlaubt". Folgende Ereignisse fanden alle um Mitte des vorigen Jh. statt.
In den Jahren 1950 – 1970 fand die ‚Sexuelle Revolution' statt. Oswald Kolle (1928-2010) Journalist, war in den 60er und 70er Jahren des vorigen Jh. maßgeblich an der sog. Aufklärung beteiligt. Zu dieser Zeit wurden auch die Sexshops gegründet. Beate Uhse (1919 – 2001), Kunstflugpilotin, gründete nach dem zweiten Weltkrieg den ersten Sexshop der Welt. Heute ist die börsennotierte Beate Uhse AG der deutsche Marktführer im „erotischen Zubehörhandel". Die Mode wurde als ein wirksames Instrument der Sexualisierung verwendet. Auch wurde die Prostitution in der zweiten Hälfte des 20.Jh. legalisiert und besteuert. Die ‚Pille', kam 1961 auf den Markt. Sie ist eine von mehreren Kontrazeptiva (Verhütungsmittel). Darüberhinaus tragen die Medien erheblich dazu bei, die sexuelle Liberalisierung zu fördern mit Anzeigen von Bordellen, mit sexistischen Werbungen und Filmen bis hin zu Pornografien. Derzeit wird der Trend durch die Legalisierung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften (Rö.1,26- 28) fortgesetzt. Der Höhepunkt wird erreicht sein, wenn auch die Sodomie (Verkehr mit Tieren 3.Mo.18,23) legalisiert, bzw. praktiziert wird. Selbst Sigmund Freud verursachte um 1900 mit der Begründung der Psychoanalyse, insbesondere des Modells der psychosexuellen Entwicklung im Kindesalter, einen entscheidenden Anstoß für eine Thematisierung von Sexualität.

Aber was sagt die Bibel dazu?

Kann von meinem Denken wirklich eine Macht ausgehen? Kein Mensch, auch kein EEG-Gerät, kann in meinen Kopf hineinschauen oder -hören und erfahren, was ich denke. Wie soll von meinem Denken eine Macht ausgehen, solange ich nicht sage, was ich denke? –  Eine mir bekannte Verkäuferin konnte von hinten erkennen, wer vorne den Laden betritt. Gelegentlich konnte sie sagen: „Oh, jetzt kommt die Schindmer (Schimpfwort) wieder!“ Dann ging sie vor und begrüßte sie recht freundlich; die Kundin hatte ja nicht gehört, was sie denkt! Doch einige Monate später war der Laden aufgelöst und an eine andere Branche weitergegeben worden.   

    Wissenschaftler experimentierten an einer betagten, gläubigen Frau, die im Sterben lag. Sie legten ihr die Elektroden eines Messgerätes an den Kopf und ein Mikrofon dazu. Das Messgerät misst die Gehirnaktivität von 500 negativ bis 500 positiv. Dann begaben sie sich in ein Nebenzimmer und beobachteten das weitere Geschehen. Der Frau war bewusst, dass sie in den letzten Atemzügen lag; und sie betete halblaut vor sich hin. Sie dankte Gott für seinen Beistand in ihrem Leben und lobte Gottes Güte. Die Wissenschaftler waren zu Tränen gerührt, so verblüfft und fasziniert, dass sie vergaßen auf das Messgerät zu achten Plötzlich gab es einen Ton von sich, als Zeichen, dass es den Höchstwert auf der positiven Seite erreicht hat, die Nadel schlug am Anschlag an. Die Wissenschaftler waren einfach sprachlos.

    Dann wiederholten sie das Experiment noch einmal an einem Menschen, der sehr aggressiv veranlagt war und ebenfalls im Sterben lag. Aber dieser Mann wehrte sich gegen das Sterben und verfluchte seine Situation. Bei diesem Mann erreichte das Messgerät 500 negativ.

     Aber diese Erkenntnisse sind eigentlich nicht neu. der Apostel Paulus schrieb an die Gemeinde zu Philippi: „Ihr Lieben, achtet auf das, was wahrhaftig, gerecht und lobenswert ist. Denket dem Guten nach. So werdet ihr Gottes Frieden empfangen.“ (nach Phil.4,8)

Warum ermahnte er sie? Fehlte ihnen der Friede? – Fehlt uns vielleicht auch der innere Friede?

     Was hört man über andere öfter, Lob oder Tadel? Was reizt mehr zu Widerspruch, konstruktive oder destruktive Kritik? Wofür verbrauchen wir mehr Worte wenn wir diskutieren, über positive oder negative Ereignisse? Die Bibel mahnt uns positiv zu denken; wer animiert uns dann negativ zu denken? In der Justiz gibt es einen Grundsatz, vom Angeklagten solange positiv zu denken, bis das Gegenteil bewiesen ist. Doch in unserem Alltag denkt man in der Regel solange negativ, bis das Positive bewiesen ist. –  Hier ein Beispiel in zwei Szenen:

      Szene 1: ‚A’ hat ‚B’ beleidigt. Was macht ‚B’? Er sagt es ‚C’, ‚C’ sagt es ‚D’ usw.  Was ist das Schlimme an dieser Szene, die Beleidigung? Ja, eindeutig! Aber noch schlimmer ist die Verbreitung des Negativen; und