Adventgemeinde Lahr

DAS GLEICHNIS DER ZEHN JUNGFRAUEN - wer sind sie?

Matth.25, 1-4: Das Gleichnis der Zehn Jungfrauen

Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen.  Aber fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug.  Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit.  Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen.    

Die Jungfrauen, die in dem Gleichnis als töricht bezeichnet wurden, beziehen sich nicht auf Gottesleugner, denn alle 10 Jungfrauen stehen für gläubige Menschen! Alle 10 waren aktiv im Glauben; sie gingen alle dem Bräutigam entgegen, denn sie wollten sich als Braut mit dem Bräutigam verbinden.

Mit ‚Bräutigam’ ist Jesus beschrieben und die ‚Jungfrauen’ symbolisieren seine Gemeinde als Braut. Wieso besteht die Gemeinde Jesu vor seiner Wiederkunft aus 2 Personengruppen? Alle 10 Jungfrauen haben sich doch für Jesus entschieden, alle wollten sich mit ihm ‚verheiraten’, und  alle hatten leuchtende Lampen mit sich genommen! Es gibt kein Argument, ihre Aufrichtigkeit zu bezweifeln. Wieso wurden nur 5 von ihnen zur Hochzeit zugelassen?

In dem Gleichnis verzögerte sich das Kommen 

des Bräutigams. Richtig! Jesus hätte bereits um 1900 kommen können, als die junge Adventgemeinde empfangsbereit war. Doch er verzögerte sein Kommen, weil seine Gemeinde noch nicht empfangsbereit war. Erst wenn das Evangelium in allen Ländern verkündigt ist, wird er kommen. Jetzt ist die Zeit offensichtlich erreicht, denn wie die 10 Jungfrauen um Mitternacht den Ruf „Der Bräutigam kommt!“, gehört haben (Vs.6), so ‚hören’ die Gottgetreuen heute die Kennzeichen seiner bevorstehenden Wiederkunft gemäß Matthäus 24.

Alle 10 Jungfrauen waren wohl eingeschlafen und alle 10 reagierten auf den Ruf hin, um ihrem Bräutigam entgegenzugehen: Sie schmückten ihre Lampen und machten sich auf den Weg. Doch die Lampen von 5 Jungfrauen verloschen, weil ihre Trägerinnen nicht mit der Verzögerung gerechnet hatten. Da sie sahen, dass die anderen 5 ihre Lampen mit Öl aus einem eigenen Gefäß füllten, baten sie diese, ihnen auch davon zu geben. Doch diese konnten es nicht, weil sie das Öl, das sie hatten, selbst benötigten.

Was ist in diesem Gleichnis mit Öl, Lampe und Ölgefäß gemeint?
Öl steht für Heiligen Geist. Mit ‚Lampe’ ist das Wort Gottes gemeint. Die Bibel leuchtet wie eine Lampe, weil ihre Autoren vom Hl.Geist inspiriert worden sind, und in welches Gefäß kann der Heilige Geist aufgenommen werden? Nur ins Herz!

Die 5 törichten Jungfrauen hatten nur von dem Öl ihrer Lampe gezehrt, aber sie erkannten nicht die Notwendigkeit, das Öl (den Hl.Geist) in ihr Herz einzulassen. Und dieser Mangel bewirkt eine fast unmerkliche allmähliche Ermattung der Lampe. Doch das wurde ihnen erst bewusst, als es zu spät war! Zu spät ist, wenn Jesus das Allerheilige im Himmel verlässt um auf die Erde zu kommen.Nebenbei bemerkt: Öl im Gefäß ohne Lampe kann nicht leuchten, das ist also unmöglich. Im Klartext: Das primäre Gnadenangebot ist die Bibel. Sie weist auf die Erlösung durch den Glauben an Jesus hin und mahnt, sich taufen zu lassen, doch entscheiden kann man sich nur für die Taufe mit Wasser. Die Taufe mit dem Hl.Geist erlebt – unabhängig von der Wassertaufe – nur, wer ihm sein Herz öffnet. Und wer dies tut, erlebt die Erlösung, wie sie die Bibel beschreibt. Die komplette Taufe erklärt Jesus dem gläubigen Nikodemus als Neugeburt in Joh.3.

Ein paar Verse nach dem Gleichnis in Matthäus 25 steht ab Vers 31: Wenn Jesus wiederkommt, wird er Schafe von Böcken scheiden, also die Klugen von den Törichten. Das heißt, wenn Jesus das Allerheilige im Himmel verlässt, wo er stets für die Erlösung der Gläubigen Fürbitte geleistet hatte, ist die Gnadenzeit abgelaufen. Dann gibt es keine Bekehrungen mehr. Jeder Mensch kann dann weiterhin nur noch in dem geistlichen Status bleiben, den er bis dahin eingenommen hatte: klug oder töricht. Diese geistliche Unbeweglichkeit hat zur Folge, dass in der letzten Zeit  die geringere Zahl der Gottgetreuen, von ihren mehrheitlichen Gegnern angefochten werden. Die 5 klugen Jungfrauen waren traurig über ihre 5 Schwestern, weil sie sie liebten, aber ihnen nicht weiter helfen konnten, als nur einen Rat erteilen; aber welches Empfinden mögen die anderen 5 gehabt haben? Darüber schweigt das Gleichnis. Doch in 2.Tim.3,12 schreibt Paulus bezüglich der Endzeit: „Alle, die gottselig leben wollen (die klugen Jungfrauen), müssen Verfolgung erleiden“. Dieser Verfolgung kann nur ausweichen, wer sich der Ökumene anpasst und sich nicht daran stört, wenn Gottgetreue verfolgt werden.

Jetzt folgt ein Bibelquiz:

Wähle, ob die beschriebenen Personen den Heiligen Geist im Herzen haben.

Durchkreuze die Gruppe, zu der die jeweiligen Personen nicht gehören klug töricht
In Jes.58,1ff. ist von Israeliten die Rede, die Gott täglich suchen, seine Wege wissen wollen und fasten; die sich aber erstaunlicher Weise beklagen, dass Gott ihr Fasten nicht belohnt. Sie sind:
In Matth.5,11 steht: „Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen. Die Geschmähten sind:

Die Pharisäer waren religiöse Führer mit politischem Akzent und sehr auf buchstäbliche Gesetzlichkeit ausgerichtet. Sie standen über den Priestern und bestimmten die Rechtmäßigkeit der Glaubenspunkte. Obwohl sie biblische Gesetze als verbindlich betonten, fügten sie mitunter selbstentworfene Verhaltensrichtlinien hinzu, die die lebensnotwendige Beziehung zu Gott allmählich auf sie lenkten.
-In Matth.12,1f Verurteilten sie Jesu Jünger, weil sie vor Hunger am Sabbat Ähren abzupften.
In Matth.12,9-15 beschließen sie, Jesus zu töten, weil er am Sabbat Kranke heilt.
In Matth.12,24 sagen sie nach der Heilung des Besessenen: ‚Er treibt die Teufel durch Beelzebub aus’.
In Matth.23,1f sagte Jesus: ‚Die Pharisäer sitzen auf Moses Stuhl. Alles was sie euch sagen, das tut! Aber tut nicht, wie sie tun. Sie tun nur etwas, um von den Leuten gesehen (geehrt) zu werden.

In Matth. 25,14f. bekam ein Knecht 5 Zentner anvertraut, und gab 10 Zentner zurück. Wie beurteilte der Herr diesen seinen Knecht?
Der zweite Knecht bekam 2 Zentner und konnte 4 Zentner zurückgeben. Wie beurteilte der Herr diesen seinen Knecht?
Der dritte Knecht bekam 1 Zentner und gab ihn makellos behütet wieder zurück. Wie beurteilte der Herr diesen seinen Knecht?
In Joh.11, 5 steht, Jesus liebt Maria, Martha und Lazarus. Maria hat Jesus mit kostbarer Salbe gesalbt (Joh.12,3); sie hörte seiner Rede zu, während Martha im Hause viel tat um Jesus zu dienen (Luk.10,38f.). Welcher Gruppe ordnete Jesus die Maria zu?
In Rö.10,1f  bezeugt Paulus den Römern in seinem Brief, dass die Israeliten um Gott eifern, aber...   Welcher Gruppe ordnet Paulus sie zu?
In Apg.6,5ff. schreibt Lukas, dass Stephanus gewählt wurde, um die nichtjüdischen Gläubigen zu versorgen, und dass er sich emsig für sie eingesetzt und auch viel Segen bewirkt hat. Doch führende jüdische Glieder befürchteten, dass sich dadurch ihr bestehendes Gemeindekonzept ändern würde, und forderten von den Ältesten und Priestern Stephanus-Redeverbot.
a) welcher Gruppe ordnest du den Stephanus zu?
b) und welcher die, die ihm sein Amt verwehrten?
Welcher Gruppe ordnest du dich zu?    

Gehörst du zu den ‚10 Jungfrauen’, die Jesu Wiederkunft ersehnen? Besitzt du die ‚Lampe’ (= die Bibel) als persönliches Eigentum?  Wenn Ja, dann hörst du sicher auch den Ruf, den die Endzeitberichte der Bibel bilden! Das Hören des Rufes erfordert möglicherweise eine Entscheidung, bisherige Gewohnheiten zu ändern. Darauf weist der Heilige Geist diejenigen hin, die außer der Lampe noch Öl im Gefäß (den Hl.Geist im Herzen) haben. Der Hl.Geist fordert aber nicht nur die nötigen Änderungen zum Positiven, sondern gibt auch die Kraft und die Befähigung dazu, sodass die ‚klugen Jungfrauen’ keine Angst haben, die Begegnung mit Jesus zu verpassen.

Jesus versichert seinen ‚Jungfrauen’:  „Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht“ (Matth.11,29-30). Das Joch Jesu empfinden manche als Last, doch ist es eine Traghilfe, nämlich Gottes Liebe (Agape)!  Denn der Hl.Geist wirkt lt. Hiob 33,29 an jedem Menschen 2 oder 3 mal. Wenn jemand sich diesem Wirken öffnet, wirkt er im Menschen die Kraft seiner Liebe, nämlich das Bekennen der eigenen Sünden und deren Vergebung mit den Folgen von Freude und Frieden. Das ist die Bekehrung; mit dem Ziel durch den Menschen wirken zu können. Durch das Wirken erfahren andere wiederum sein Wirken an ihrem Herzen.

Ist es klug oder töricht, sein Herz dem Wirken des Hl.Geistes zu öffnen?

 

Lesetip: ‚Der große Kampf’ von E. G. White ab Seite 394f  das Kapitel 22: ‚Erfüllte Weissagungen’
Auch online zu betrachten: Kap.22