Adventgemeinde Lahr

USA: Kunstausstellung „Instabile Konstruktionen“ an adventistischer Universität

England: Internationales adventistisches Malbuch für Erwachsene

ADRA Deutschland schickt über 34.500 Weihnachtspakete nach Osteuropa

Liberia: Präsidentin weiht adventistische Einrichtung ein

„In 40 Tagen zu Gott“ - TV-Gottesdienst der Adventisten in Deutschland

Evangelischer Militärbischof in Deutschland kritisiert Frührekrutierung Jugendlicher

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ÖRK: Zukunft Jerusalems muss eine gemeinsame sein

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Weltkirchenrat vor 70 Jahren gegründet

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Australische Studie: Koffein als Gesundheitsrisiko

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Adventgemeinde Zürich-City mit neuem Pastor

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Neuer Dachverband christlicher Jugendorganisationen startet klein

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Kolumbien: Adventistischer Theologe ermutigt zu „inklusiver Gesellschaft“

Recht auf Glaubenswechsel - „Nagelprobe der Religionsfreiheit“

Neuer Pastoralassistent für die Adventgemeinden im Bezirk Bern

808.172 Unterschriften zum Schutz von Christen in Syrien und im Irak

"Ökumenische Konsultation christlicher Kirchen in Italien" gebildet

Adventgemeinde Reigoldswil und Bezirk Basel mit neuem Pastor

Adventisten in Südamerika äussern sich zur Todesstrafe

Deutschland: Schüler lernen mit PC und Internet überwiegend zu Hause

Neuer Pastor für die Adventgemeinde Lenzburg (Hunzenschwil)

Eine freie Kirche in einer freien Gesellschaft

Kalifornien: Adventistische Klinik feiert 50 Jahre Organtransplantation

Sucht Schweiz: Tabakproduktegesetz ist Jugendschutz „Ultra-Light“

Adventisten zum Sklavenhandel in Libyen: „Grausame Verletzung grundlegender Menschenrechte"

Schweizer Bischöfe: Annahme der No-Billag-Initiative schadet nationalem Zusammenhalt

Wechsel in der Leitung der Adventisten in Deutschland

ADRA Schweiz schickt 3.355 Weihnachtspakete nach Moldawien

Politisches Engagement lohnt sich für christliche Jugendverbände

Adventisten in Deutschland arbeiten ehrenamtlich in 57 Integrationsprojekten

Religionsfreiheit ein zentrales Menschenrecht - Zur Situation der Christen in Nigeria

Freikirchen setzen sich für UN-Nachhaltigkeitsziele ein

Religionsfreiheit schützt nicht nur die Rechte der Frommen

Schweden: Spatenstich für neues TV-Studio

Brasilien: adventistische Filme ausgezeichnet

Albanien: Adventisten weihen Gottesdiensträumlichkeit in Tirana ein

Wieviel Polarisierung verträgt ein Land?

Adventisten im Nahen Osten verurteilen Terroranschlag im Sinai

Chur: Gender-Mainstreaming-Kritikerin verfasst "Bischofswort"

Mexiko: Auszeichnung für adventistische Universität

Weltkirchenrat verurteilt Attacke auf Moschee in Ägypten

Kasachstan: Adventistischer Pastor angeklagt und freigesprochen

Facebook verliert bei Jugendlichen an Bedeutung

Hilfsorganisationen fordern sofortige Aufhebung der Blockade im Jemen

Ruanda: Adventisten für gesellschaftliches Engagement gewürdigt

ADRA bereitet Hilfe für Erdbebenopfer im Grenzgebiet Irak/Iran vor

Immer noch Probleme für Kriegsdienstverweigerer in Europa

Jamaika: blinder Senator erhält Doktortitel

„Allein durch Gnade“ - Gebetswoche der Adventisten

Kongress „Christenverfolgung heute“

„Making Technology Creative“ – 6. MEDIA-DAY der Adventisten

ADRA Europa mit 29 Büros in 32 Ländern

„Alles Fake?“ Forum von ChristNet zu „Wahrheit in Politik und Medien“

25 Jahre Hilfswerk ADRA Österreich

Film „Tell the World“: deutschsprachige TV-Premiere - Über die Anfänge der Siebenten-Tags-Adventisten

Justitia et Pax: Keine Schweizer Waffenexporte in Bürgerkriegsländer

Religiöse Konflikte als Fluchtursache unterschätzt

Somalia: Nothilfe von Glückskette und ADRA für 3.600 Hungernde

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Ökumenischer Studientag: „Hoffnung auf ewiges Leben?“

Deutsche Post: Weihnachtsmarke 2017: „Vom Himmel hoch“

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„Hier stehe ich“ - Beiträge der Adventisten in Deutschland und der Deutschschweiz zum Reformationsjubiläum 2017

500 Jahre danach - Christen plakatieren im Stile Luthers

Brahms-Requiem mit Herbert Blomstedt - Neue TV-Sendereihe auf dem Hope Channel

120 Jahre Advent-Wohlfahrtswerk in Deutschland

Brüssel: Adventistischer Kirchenleiter spricht im EU-Parlament

Frankreich: Festival für Religionsfreiheit der Adventisten

Honduras: mit der Bibel gegen Gewalt

Verleihung des Augsburger Friedenspreises an Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes

Vereinbarung zwischen Theologischer Hochschule und Religionspädagogischem Institut der Adventisten

Kalifornien: Waldbrände zerstören adventistische Schule

„Ich weiss, dass mein Erlöser lebt“ - Trauerfeier für adventistischen Theologen und Altrektor Johann Gerhardt

USA: 1,4 Millionen Dollar für Forschung zur Tabakregulierung in Ostasien

USA: Andrews Universität feiert 50 Jahre Ausgrabungen in Jordanien

Lutherbibel 2017 weiter kostenlos als App

Starker US-Dollar und Projektspenden beeinflussen Finanzlage der adventistischen Weltkirchenleitung

Brasilien: 55 Häftlinge treten im Gefängnis den Adventisten bei

Evangelische Freikirchen als weltweite Friedensstifter

Adventisten: Dokument zum Schlichtungsverfahren kirchlicher Angelegenheiten soll überarbeitet werden

Friedensverbände in Deutschland: Den Weg freimachen für eine atomwaffenfreie Welt

Deutschland: Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden wählt Vorstand

Vanuatu: Vulkan zwingt zur Evakuierung

Trotz Herausforderungen - weltweites Mitgliederwachstum bei den Adventisten

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ADRA Deutschland legt Jahresbericht 2016 vor

Dominica: Hurrikan zerstörte 29 adventistische Kirchen und vier Schulen

Adventistika weltweit recherchierbar

40 Jahre Arbeitskreis für evangelikale Theologie

Massaker in Las Vegas: Adventisten trauern und beten

30 Jahre ADRA Deutschland

Deutsche Evangelische Allianz beschliesst Leitgedanken zu Ehe und Homosexualität

Schweiz: Siebenten-Tags-Adventisten mit neuer Kirchenleitung

Rentenalter: ein Wendepunkt – auch in Sachen Alkohol

„Religions-, Gewissens- und Meinungsfreiheit als Herz unserer Demokratie“

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Frauenkongress der Adventisten: „Begegnung wird Begeisterung“

Flucht, Migration und christlicher Dienst - Handreichung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten veröffentlicht

Neuer Präsident für Adventisten in Nordasien-Pazifik-Region

Schulterschluss in der Schweizer Zivilgesellschaft für UNO-Agenda 2030

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Deutschland - Bundestagswahl: CDU in Friedensau deutlich vorne

Wechsel in der Redaktion der methodistischen Kirchenzeitung „unterwegs“

ADRA Schweiz schenkt seit 30 Jahren Menschen wieder Hoffnung

USA: Adventistische Universität in Uni-Gruppe mit grösster ethnischer Vielfalt

Australien: Schüler auf adventistischen Schulen sind seltener übergewichtig

Tagung zur Theologie des Koran

Mexiko: Vier Adventisten bei Erdbeben getötet

Mitgliederversammlung der ACK Deutschland in Trier

Brasilien: Neues medizinisches Einsatzboot für Amazonas-Gebiet

Glaubensfreiheit der Kinder nicht einschränken

Dachverband Freikirchen Schweiz arbeitet in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen mit

Hurrikan „Irma“: Adventisten beklagen Verwüstungen in der Karibik

Texas: Adventisten leisten Hilfe nach Hurrikan „Harvey“

Mexiko: Jahrhundertbeben beschädigt adventistisches Verwaltungsgebäude und Schulen

Kenia: Adventistischer Richter annulliert Präsidentschaftswahlen

Andachten per Telefon

Das Lukas-Evangelium auf Deutsch und Dari

Christen in der Schweiz vereint im Anlass „Ein Gebet voraus“

„So weit Himmel und Erde ist“ - Ökumenischer Tag der Schöpfung in Lübeck/Deutschland

ADRA-Freiwillige helfen Bauernfamilie in Mittelhäusern/BE

Experten fordern Religionsfreiheit auch für Geflüchtete

Deutsche Adventisten spenden 54 Millionen Euro

"Hope" Hörbücherei im Zentralkatalog von Medibus e.V.

Hongkong: 3D-Druck des ungeborenen Fötus in adventistischer Klinik

Weltkongress zur Religionsfreiheit: „Hoffnung für ein friedliches Zusammenleben“

„present“ – neues christliches Magazin

Adventistische Kirchenleiter in Europa reagieren mit Betroffenheit auf Anschläge

Nordamerikanische Adventisten besorgt über Gewalt in Charlottesville

ADRA unterstützt Kliniken im Jemen

Kanada: Amphibienflugzeug für Missions-Einsatz in Nord-Ontario

Kongress der adventistischen IT- und Kommunikationsfachleute

„Ehe für alle?“ - Trotz Enttäuschung, Abrutschen ins Wutbürgertum keine Alternative

Kirchenleitung der Adventisten in Nordamerika neu in Columbia/MD

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Sucht Schweiz: Alkoholbedingtes Krebsrisiko weiterhin wenig bekannt

Adventistische Kirchenleiter in Deutschland zur „Ehe für alle“

Kauder: Christenverfolgung mit neuer Qualität - Kauder fordert einen Beauftragten für Religionsfreiheit

Medien: Update der Hope Channel-App - Adventistischer Fernsehsender auf Smartphones und Tablets

4.000 Jugendliche am Kongress der Adventjugend in Spanien erwartet

ADRA Grossbritannien gibt 306.000 Menschen Trinkwasser in Sri Lanka

Entwurf eines „Katechismus der Russisch-Orthodoxen Kirche“

Zahl der Christen in Deutschland weiter rückläufig

Somalia: ADRA Schweiz und Glückskette versorgen hungernde Familien

Adventistischer Universitäts-Chor zum „Choir of the World“ ernannt

Prof. Heiner Bielefeldt im Hope Channel zur Rolle der Religionsfreiheit

„Untergrundgemeinden gibt es in Nordkorea nicht“

Rumänien: Ehrendoktor für adventistischen Weltkirchenleiter

US-Regierungskommission für Religionsfreiheit verurteilt Verbot der Jehovas Zeugen in Russland

„Ad fontes – Die Reformatoren“ - Neuer Glaubenskurs beim Hope Bibelstudien-Institut

Portugal: ADRA hilft nach Waldbränden

USA: Andrews Universität beruft Vizepräsidenten für Vielfalt und Inklusion

Russland: Verlag der Adventisten feiert 25-jähriges Bestehen

Berichte des UN-Sonderberichterstatters für Religionsfreiheit veröffentlicht

USA: Adventistische Kliniken verwenden kleinsten Herzschrittmacher

Adventistische Klinik in Gland/VD eröffnet medizinisches und therapeutisches Zentrum

„Auf dem Weg des Buches“ - Neue Dokumentationsserie auf dem Hope Channel

Adventistischer Weltkirchenleiter auf den Spuren Martin Luthers

Österreich: Adventisten bieten staatlich anerkannte Lehrerausbildung an

Türkei: Vorläufiger Rückzieher bei der Konfiskation von 50 Kirchen und Klöstern

ADRA-Kooperation mit Grundfos, führender Pumpenhersteller

Weiteres Reli-Material der Adventisten - Luther inklusive

Verbreitung von digitalen Bibeln nimmt zu

Hoffnung für Vertriebene im Südsudan

USA: Dokumentation über Adventisten in „Operation Whitecoat“

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen setzt sich für freikirchliche Jugendverbände ein

1.400 Kinder skandieren vor Bundeshaus: #wirsindauchJugendundSport

Adventistische Kirchenleitung in Kalifornien ordiniert Pastorin

Siebenten-Tags-Adventisten und Frauenordination - Dokumentation und Kommentar

ADRA-Geschäftsführer neuer Vorstandsvorsitzender von "Gemeinsam für Afrika"

Christliche Jungendverbände treten auf BASPO-Vorschlag ein

Die christliche Taufe im Wandel der Jahrtausende - Geschichte und Grundlagen der biblischen Taufe

34.968 Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland

Adventistische Pastoren generieren bei Sponsoringevent über Fr. 21’000 für Hilfsprojekte in der Schweiz

Fribos Reformationsgeschichte jetzt auch auf Bibel TV

Rumänien: ADRA erhält ersten Preis für Flüchtlingsarbeit

Papua-Neuguinea: veränderter Wahlablauf wegen Adventisten

Justin Welby: „Ohne Evangelisation ist die Kirche nur eine NGO"

Adventisten beim Präventionskongress in Hannover

„Abend der Apostasie“ - Abwendung von Religionszugehörigkeit

Russland: Adventist Mitglied in staatlichem Beratungsgremium

„Komm, Heiliger Geist!“ – ökumenische Studientage an der Uni Freiburg

Bern: „500 Jahre Reformation“ mit nationalem Festgottesdienst gefeiert

"inforel" Basel: 30 Jahre Internet-Plattform für Information über Religionen

Kasachstan: Adventistischer Gewissensgefangener im Oktober frei

Grosser Andrang zu den ADRA-Freiwilligenwochen in der Schweiz

Jugendportal Handysektor informiert über „Sexting“

Brahms-Preis für schwedischen Dirigenten Herbert Blomstedt

Deutschland: Zahl minderjähriger Soldaten und Soldatinnen steigt

Zehn Jahre Bibellexikon „WiBiLex“

J+S-Förderung der christlichen Jugendarbeit: Lösung liegt auf dem Tisch

News der Freikirche

Recht auf Glaubenswechsel - „Nagelprobe der Religionsfreiheit“

Recht auf Glaubenswechsel - „Nagelprobe der Religionsfreiheit“

Berlin/Deutschland, 18.12.2017 / APD

Das Menschenrecht auf Religionsfreiheit werde nach wie vor weltweit verletzt. Christen seien davon besonders betroffen. Darauf wiesen in Berlin die Auslandsbischöfin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Petra Bosse-Huber, und der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), hin. Beide Kirchen veröffentlichten nach 2013 zum zweiten Mal gemeinsam einen „Ökumenischen Bericht zur Religionsfreiheit von Christen weltweit“.

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© Foto: Holger Teubert/APD

Probleme mit der Religionsfreiheit auch in EuropaDer Bericht gibt einen Überblick zur globalen Lage des Menschenrechts auf Religionsfreiheit und zeigt, in welchem Mass und auf welche Weise die religiöse Freiheit von Christen in vielen Ländern und Regionen missachtet oder eingeschränkt werde. Laut dem Ökumenischen Bericht sei die Situation von Christen im Nahen Osten nach wie vor besonders bedrängend. Aufgrund langfristiger Trends und der Auswirkungen der Terrorherrschaft des sogenannten Islamischen Staates drohe in einigen Ländern ein Ende der christlichen Präsenz. Auch in Teilen Afrikas, etwa im Norden Nigerias, würden Christen Opfer islamistischer Gewalttäter. Daneben stünden autoritär regierte Länder, wie China, Vietnam und Nachfolgestaaten der Sowjetunion, welche religiöse Aktivitäten der staatlichen Herrschaft unterstellten und sie deshalb engmaschig überwachten und einschränkten. In den zurückliegenden Jahren habe darüber hinaus die Unterdrückung bestimmter Religionen zur Förderung eines traditionellen religiös-kulturellen Erbes an Bedeutung gewonnen. Der Bericht nennt Myanmar und Indien als Beispiele für diesen „kulturalistischen“ Trend. Der Ökumenische Bericht richtet die Aufmerksamkeit aber auch auf Europa, wo religiöse Zeichen und Bekenntnisse zunehmend aus dem öffentlichen Bereich, etwa aus Schulen, verbannt würden.

Das Recht, den Glauben zu wechseln: „Nagelprobe der Religionsfreiheit“Schwerpunktthema des von den Kirchen vorgelegten Berichts ist das Recht, den Glauben zu wechseln und einen neuen Glauben anzunehmen. Nach den internationalen Menschenrechtskonventionen handele es sich dabei um einen integralen Bestandteil der Religionsfreiheit. Der Ökumenische Bericht spricht von einer „Nagelprobe der Religionsfreiheit“. Bischöfin Bosse-Huber hob die Bedeutung, die diesem Thema beizumessen sei, hervor: „In manchen islamisch/islamistisch geprägten Ländern ist jeglicher Glaubenswechsel verboten. Wenn also jemand vom Muslim zum Christ wird, dann kann dies lebensgefährlich werden.“ So könnten sich etwa im Iran Menschen nur im Verborgenen zur Kirche bekennen und seien dennoch in höchstem Masse gefährdet.

Autor des inhaltlichen Schwerpunkts im Bericht ist Dr. Heiner Bielefeldt, Professor für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der Universität Erlangen-Nürnberg und ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Glaubensfreiheit. Er stellt fest, dass sich am Thema Konversion die Geister scheiden und schlussfolgert: „Nur wenn die Möglichkeit zum Glaubenswechsel rechtlich eröffnet ist, kann auch das Verbleiben innerhalb einer Religionsgemeinschaft als Ausdruck persönlicher Freiheit verstanden werden.“ Dazu gehöre, dass Menschen das Recht zugestanden werde, über ihre grundlegenden Überzeugungen nachzudenken, eventuell aufkommende Zweifel offen zu kommunizieren, sich mit anderen Überzeugungen aktiv auseinanderzusetzen und gegebenenfalls ihre Glaubensgemeinschaft zu verlassen und sich neu zu orientieren. Auch das Recht, andere Menschen zum Glaubenswechsel einzuladen, zähle zur Religionsfreiheit.

Ein Netzwerk von Information„Durch unsere Partnerkirchen und -gemeinden sowie durch kirchliche Hilfswerke und unsere Missionswerke sind wir in vielen Ländern vor Ort vernetzt und dadurch gut informiert“, so Bischöfin Petra Bosse-Huber. Regelmässig gebe es durch Berichte der kirchlichen Dienste und Werke gute Einblicke in die konkrete Situation von Menschen in Not, die der Öffentlichkeit weitergeben würden. Ausserdem besuchten Vertreter der beiden grossen Kirchen in Deutschland die Partner, um sich ein eigenes Bild zu machen und auch durch die „stille Diplomatie“ des Gesprächs, etwa mit Regierungsvertretern, den Christen in Bedrängnis zu helfen.

Keine konkreten Zahlen über verfolgte ChristenErzbischof Ludwig Schick betonte, dass dem Ökumenischen Bericht die Auswertung einer Vielzahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen zugrunde läge. Auf quantitative Einordnungen sei aus methodischen Gründen weitgehend verzichtet worden. „Für genaue Angaben über die Zahl der weltweit verfolgten Christen ist ein weitaus komplexeres wissenschaftliches Instrumentarium notwendig, als es bislang vorgelegt wurde.“ Der Bericht lege den Schwerpunkt auf die Erforschung der Ursachen von Bedrängnis und Verfolgung von Christen.

Es gebe zwar ein vielfaches Interesse daran, die Verfolgungssituationen auch zahlenmässig einzuschätzen, wie es beispielsweise „Open Doors“ mit dem jährlichen „Weltverfolgungsindex“ tue. „Doch wir haben uns dagegen entschieden, vermeintlich konkrete Zahlen zu repräsentieren“, so Schick. Als Gründe nannte er: Je intensiver Verfolgungssituationen untersucht würden, desto deutlicher wären die Schwierigkeiten einer zahlenmässigen Erfassung. Quantitative Aussagen setzten ein weitaus komplexeres Instrumentarium voraus, als bislang von unterschiedlichen Organisationen oder Instituten vorgelegt werden konnte. Zudem seien Verfolgungssituationen häufig nicht nur beziehungsweise nicht eindeutig religiös begründet. Es gebe neben religiösen auch sich überlappende ethnische, wirtschaftliche, soziale und politische Spannungsfelder. Ausserdem solle der Eindruck vermieden werden, als seien individuelles Leid und persönliche Unrechtserfahrungen messbar, kategorisierbar und damit auch in Vergleich oder gar in Konkurrenz zu den Erfahrungen anderer zu setzen.

Gebetstage für verfolgte ChristenDie Veröffentlichung des Ökumenischen Berichts ist Teil der Bemühungen der beiden grossen Kirchen in Deutschland auf die Situation bedrängter Christen aufmerksam zu machen und die Betroffenen zu unterstützen. Zum jährlichen Gebetstag für bedrängte und verfolgte Christen laden die evangelische Kirche am zweiten Sonntag der Passionszeit (Reminiszere) am 25. Februar 2018 sowie die römisch-katholische Kirche am 26. Dezember 2017 (Stephanustag) ein.

Der „Ökumenische Bericht zur Religionsfreiheit von Christen weltweit“ ist unterwww.ekd.de/ekd_de/ds_doc/oekumenischer_bericht_religionsfreiheit2017.pdf als PDF-Datei abrufbar.[1]

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Hinweise

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Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig (6/2017) zählt sie über 20 Millionen erwachsene Mitglieder in 215 Staaten und Territorien der Erde. In der Schweiz sind 4.652 Mitglieder in 54 Gemeinden und drei Gruppen organisiert. Die einzige Glaubensgrundlage der Adventisten ist die Bibel.

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