Adventgemeinde Lahr

USA: Kunstausstellung „Instabile Konstruktionen“ an adventistischer Universität

England: Internationales adventistisches Malbuch für Erwachsene

ADRA Deutschland schickt über 34.500 Weihnachtspakete nach Osteuropa

Liberia: Präsidentin weiht adventistische Einrichtung ein

„In 40 Tagen zu Gott“ - TV-Gottesdienst der Adventisten in Deutschland

Evangelischer Militärbischof in Deutschland kritisiert Frührekrutierung Jugendlicher

Philippinen: ADRA leistet Hilfe nach Tropenstürmen

ÖRK: Zukunft Jerusalems muss eine gemeinsame sein

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Rumänien: Adventistisches Theologisches Institut wird zur Adventus Universität

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Adventgemeinde Zürich-City mit neuem Pastor

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808.172 Unterschriften zum Schutz von Christen in Syrien und im Irak

"Ökumenische Konsultation christlicher Kirchen in Italien" gebildet

Adventgemeinde Reigoldswil und Bezirk Basel mit neuem Pastor

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Neuer Pastor für die Adventgemeinde Lenzburg (Hunzenschwil)

Eine freie Kirche in einer freien Gesellschaft

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Adventisten zum Sklavenhandel in Libyen: „Grausame Verletzung grundlegender Menschenrechte"

Schweizer Bischöfe: Annahme der No-Billag-Initiative schadet nationalem Zusammenhalt

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ADRA Schweiz schickt 3.355 Weihnachtspakete nach Moldawien

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Albanien: Adventisten weihen Gottesdiensträumlichkeit in Tirana ein

Wieviel Polarisierung verträgt ein Land?

Adventisten im Nahen Osten verurteilen Terroranschlag im Sinai

Chur: Gender-Mainstreaming-Kritikerin verfasst "Bischofswort"

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Kasachstan: Adventistischer Pastor angeklagt und freigesprochen

Facebook verliert bei Jugendlichen an Bedeutung

Hilfsorganisationen fordern sofortige Aufhebung der Blockade im Jemen

Ruanda: Adventisten für gesellschaftliches Engagement gewürdigt

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120 Jahre Advent-Wohlfahrtswerk in Deutschland

Brüssel: Adventistischer Kirchenleiter spricht im EU-Parlament

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USA: 1,4 Millionen Dollar für Forschung zur Tabakregulierung in Ostasien

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Friedensverbände in Deutschland: Den Weg freimachen für eine atomwaffenfreie Welt

Deutschland: Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden wählt Vorstand

Vanuatu: Vulkan zwingt zur Evakuierung

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Adventistika weltweit recherchierbar

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30 Jahre ADRA Deutschland

Deutsche Evangelische Allianz beschliesst Leitgedanken zu Ehe und Homosexualität

Schweiz: Siebenten-Tags-Adventisten mit neuer Kirchenleitung

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Neuer Präsident für Adventisten in Nordasien-Pazifik-Region

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Deutschland - Bundestagswahl: CDU in Friedensau deutlich vorne

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ADRA Schweiz schenkt seit 30 Jahren Menschen wieder Hoffnung

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Glaubensfreiheit der Kinder nicht einschränken

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Kenia: Adventistischer Richter annulliert Präsidentschaftswahlen

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Adventistische Klinik in Gland/VD eröffnet medizinisches und therapeutisches Zentrum

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Türkei: Vorläufiger Rückzieher bei der Konfiskation von 50 Kirchen und Klöstern

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Verbreitung von digitalen Bibeln nimmt zu

Hoffnung für Vertriebene im Südsudan

USA: Dokumentation über Adventisten in „Operation Whitecoat“

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen setzt sich für freikirchliche Jugendverbände ein

1.400 Kinder skandieren vor Bundeshaus: #wirsindauchJugendundSport

Adventistische Kirchenleitung in Kalifornien ordiniert Pastorin

Siebenten-Tags-Adventisten und Frauenordination - Dokumentation und Kommentar

ADRA-Geschäftsführer neuer Vorstandsvorsitzender von "Gemeinsam für Afrika"

Christliche Jungendverbände treten auf BASPO-Vorschlag ein

Die christliche Taufe im Wandel der Jahrtausende - Geschichte und Grundlagen der biblischen Taufe

34.968 Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland

Adventistische Pastoren generieren bei Sponsoringevent über Fr. 21’000 für Hilfsprojekte in der Schweiz

Fribos Reformationsgeschichte jetzt auch auf Bibel TV

Rumänien: ADRA erhält ersten Preis für Flüchtlingsarbeit

Papua-Neuguinea: veränderter Wahlablauf wegen Adventisten

Justin Welby: „Ohne Evangelisation ist die Kirche nur eine NGO"

Adventisten beim Präventionskongress in Hannover

„Abend der Apostasie“ - Abwendung von Religionszugehörigkeit

Russland: Adventist Mitglied in staatlichem Beratungsgremium

„Komm, Heiliger Geist!“ – ökumenische Studientage an der Uni Freiburg

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Brahms-Preis für schwedischen Dirigenten Herbert Blomstedt

Deutschland: Zahl minderjähriger Soldaten und Soldatinnen steigt

Zehn Jahre Bibellexikon „WiBiLex“

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News der Freikirche

Deutschland: Orthodoxe Bischöfe schreiben Brief an die Jugend zu Liebe – Sexualität – Ehe

Deutschland: Orthodoxe Bischöfe schreiben Brief an die Jugend zu Liebe – Sexualität – Ehe

Dortmund/Deutschland, 24.12.2017 / APD

Nach dreijähriger Vorarbeit hat die in Frankfurt am Main tagende Herbstvollversammlung der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD) am 12. Dezember einen „Brief der Bischöfe der orthodoxen Kirche in Deutschland an die Jugend über Liebe – Sexualität – Ehe“ beschlossen. Er soll jungen orthodoxen Christen eine Orientierungshilfe zu „einigen aktuellen Themen“ bieten. Die OBKD ist der Zusammenschluss der Bischöfe aller orthodoxen Diözesen Deutschlands und damit das höchste Gremium der Orthodoxen Kirche in der Bundesrepublik.

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© Foto: JensMarder/Wikimedia Commons

Ein Ja zur FreiheitIn dem fünfseitigen „Brief an die Jugend“ wird betont, dass Deutschland ein Land ist, „in dem der Einzelne die Möglichkeit hat, sich in Freiheit und Menschenwürde zu entfalten“. Dass in Deutschland Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschenwürde zum Allgemeingut gehören, „können wir als Segen Gottes betrachten“. Vor dem Hintergrund eines religiösen Extremismus, der sich an vielen Orten zu verstärken drohe, seien Christen aufgerufen, diese Werte „mit aller Kraft zu verteidigen“. Sie stünden im Einklang mit dem Menschenbild, das in der Heiligen Schrift und in der Tradition der orthodoxen Kirche zum Ausdruck käme. Der Mensch, erschaffen „nach dem Bilde Gottes“, habe die Fähigkeit, sich frei zu entscheiden.

Kein Freibrief für sexuelle FreizügigkeitDoch Freiheit bedeute auch Verantwortung und betreffe alle Lebensbereiche. Wenn in dem Dokument von „Liebe“ die Rede ist, sei damit mehr gemeint, als „Schmetterlinge im Bauch“. Liebe bedeute die bedingungslose Zuwendung zu einer Person. Es gehe dabei nicht um einen „Freibrief für sexuelle Freizügigkeit“, sondern um Verantwortung zur eigenen Sexualität und der des Partners beziehungsweise der Partnerin. Die Liebe sollte durch „eine kirchliche Ehe gekrönt“ werden, damit dadurch eine christliche Familie entstehe. Dabei solle auch das neu entstehende Leben geschützt werden, denn der Embryo sei „ab der Zeit der Empfängnis“ ein menschliches Wesen.

Abtreibung kommt für orthodoxe Christen nicht in BetrachtIn dem Brief bekennen sich die Bischöfe zur Zivilehe, da somit Mann und Frau zivilrechtlich abgesichert seien. Doch hätten christliche Eheleute auch den Wunsch, ihre Gemeinschaft „als ein Geschenk Gottes anzunehmen“, was in einem Traugottesdienst mit dem Versprechen „lebenslanger Treue“ deutlich werde. Dabei segne die orthodoxe Kirche auch den Kinderwunsch und betrachte das Kind als Geschenk Gottes. „Doch auch ohne Kinder ist eine Ehe heilig und vollkommen.“ Es gelte aber zu bedenken, dass Abtreibung „für den orthodoxen Christen weder in der Familienplanung noch anderweitig in Betracht kommen kann und darf“. Die Ehe zwischen Orthodoxen und anderen Christen habe ihre Herausforderungen. Der gemeinsame Empfang der heiligen Kommunion sei nicht möglich, da keine vollständige Einheit im Glauben bestehe. Noch komplizierter wäre es bei einer Ehe mit einem nicht christlichen Partner. Hier bilde die Zivilehe „einen gangbaren Weg“.

Homosexuelle mit Respekt behandelnDa nach orthodoxem Verständnis das „Mysterium der Ehe“ eine Verbindung zwischen Mann und Frau voraussetze, „ist die Eheschliessung von homosexuellen Paaren in unserer Kirche nicht möglich“. Offene Fragen in Bezug auf homosexuelle Menschen gehörten in den Bereich der Seelsorge und der taktvollen Begleitung durch die Kirche. Es wird in dem Brief betont, dass alle Menschen nach dem Bild Gottes erschaffen seien. Deshalb werden auch die orthodoxen Kirchengemeinden dazu aufgefordert, „allen Menschen Liebe und Respekt entgegenzubringen“.

Die Bischofskonferenz weist darauf hin, dass durch die ständigen Veränderungen in der Gesellschaft auch die traditionelle Familie heute „vor radikalen Herausforderungen“ stehe. Die Bischöfe sehen ihre Aufgabe darin, orthodoxe Gläubige „mit geistlichem Rat zu begleiten und nicht Vorschriften mechanisch zu formulieren“.

Die Bischöfe beschäftigten sich bei ihrer Herbstvollversammlung auch mit der Situation des orthodoxen Religionsunterrichts. Sie verabschiedeten dazu ein weiteres Hirtenwort, und zwar „An das orthodoxe Kirchenvolk in Deutschland“. Darin wird die Notwendigkeit eines solchen Unterrichtes für alle orthodoxen Kinder unabhängig von ihrer Nationalität und Diözesanzugehörigkeit betont, denn dieser „leistet einen wichtigen Beitrag zum Zusammenwachsen der orthodoxen Christinnen und Christen in der Bundesrepublik. Hier begegnen sich unsere Kinder und nehmen sich gegenseitig als Geschwister im gemeinsamen orthodoxen Glauben wahr.“ Vorgestellt wurde in Frankfurt ein Modell der Ausbildung von orthodoxen Religionslehrern, das von der Ausbildungseinrichtung für Orthodoxe Theologie der Universität München vorgelegt wurde und ihre Billigung erhielt.

Orthodoxe BischofskonferenzDie Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD) wurde eingerichtet zur Förderung gemeinsamer pastoraler Aufgaben, zu gegenseitiger Beratung, zur Koordinierung der kirchlichen Arbeit, zum gemeinsamen Erlass von Entscheidungen sowie zur Kontaktpflege zu anderen Bischofskonferenzen. Zu ihr gehören die jeweiligen für Deutschland zuständigen Bischöfe folgender Autokephaler Orthodoxer Kirchen: Ökumenisches Patriarchat von Konstantinopel, Griechisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien sowie Russische, Serbische, Rumänische, Bulgarische und Georgische Orthodoxe Kirche.

Oberstes Gremium der OBKD ist die Vollversammlung aller Bischöfe, die regelmässig im Frühjahr und Herbst zusammentritt. Den Vorsitz der OBKD hat immer der Vertreter des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel (derzeit Metropolit Augoustinos von Deutschland, Exarch von Zentraleuropa), Generalsekretär ist Ipodiakon Nikolaj Thon (Russische Orthodoxe Kirche). In Deutschland gibt es über 1,5 Millionen orthodoxe Christen, die damit die drittgrösste christliche Konfession in der Bundesrepublik bilden.

„Ein Brief der Bischöfe der orthodoxen Kirche in Deutschland an die Jugend über Liebe – Sexualität – Ehe“ steht im Internet als PDF-Datei unter www.obkd.de/Texte/Brief%20OBKD%20an%20die%20Jugend.pdf zur Verfügung. Das „Hirtenwort der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland zum Religionsunterricht. An das orthodoxe Kirchenvolk in Deutschland“ ist unter www.obkd.de/Texte/OBKD%20Hirtenbrief%20zum%20ORU.pdf zu finden.[1][2]

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References

  1. ^ www.obkd.de/T (www.obkd.de)
  2. ^ www.obkd.de/T (www.obkd.de)

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