Adventgemeinde Lahr

Was Gott von Erziehern erwartet und warum

Bildung, die diesen Namen wirklich verdient, kann nicht darauf verzichten, die in der Heiligen Schrift offenbarten Erkenntnisse über Gott, den Schöpfer, und Christus, den Erlöser, zu gewinnen und zu vermitteln.

Gott hat den Menschen zu seinem Ebenbild geschaffen (1.Mo.1,27). Deshalb tragen wir selbst in einer von Sünde beherrschten Welt immer noch gottähnliche Merkmale und Fähigkeiten in uns. So ist es zum Beispiel ein göttliches Geschenk,

dass jeder Mensch ein unverwechselbares Individuum ist. Auch die Fähigkeit zu denken und verantwortungsbewusst zu handeln sind göttliche Eigenschaften. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, jungen Menschen zu helfen, die ihnen von Gott geschenkten Anlagen zu entdecken und zu entfalten. Sie sollen es lernen, selbständig und eigenverantwortlich zu denken, anstatt andere für sich denken zu lassen. Bildung darf nicht als bloßes Nachplappern fremder Gedanken missverstanden werden.

Vieles von dem, was bedeutende Leute gesagt oder geschrieben haben, ist interessant und wichtig, aber es darf nicht von den Wahrheiten wegführen, die Gott uns in der Natur und in seinem Wort offenbart hat. Junge Menschen müssen es lernen, dass die ihnen anvertrauten Gaben und Fähigkeiten zugleich auch Verpflichtungen sind. Wenn sie das gelernt haben, werden sie erleben, dass sich nicht nur ihr Geist und Verstand entfalten, sondern auch ihre seelische und moralische Kraft wächst.

Schüler, die unsere Bildungseinrichtungen verlassen, sind keine gelehrten Schwätzer, sondern Menschen, die klar denken und zielgerichtet handeln können; Menschen, die Verhältnisse verändern wollen und können, anstatt sich von ihnen bestimmen zu lassen; Menschen, die in der Lage sind, sich eine eigene Meinung zu bilden und den Mut haben, für ihre Überzeugung einzutreten.

CHARAKTERBILDUNG, DIE KARRIERE Nr. 1

Erziehung, die solche Ziele auf ihre Fahnen geschrieben hat, kann sich nicht mit bloßer Wissensvermittlung oder körperlicher Ertüchtigung begnügen. Wahre Erziehung wird immer auch ihren charakterbildenden Auftrag im Auge behalten. Wo das nicht geschieht, werden Wahrheit und Aufrichtigkeit letztlich auf der Strecke bleiben, weil sie von reinen Nützlichkeitserwägungen und vordergründigem Karrieredenken verdrängt werden.

Erziehung, die sich an göttlichen Grundsätzen orientiert, kann zu einem starken Bollwerk gegen das Böse werden. Sie wird dazu beitragen, dass sich der Mensch nicht an zerstörerische Leidenschaften und fragwürdige Neigungen verliert, sondern sein Denken und Handeln von gesellschaftsfördernden positiven Zielen leiten lässt. Deshalb sollten junge Leute dazu angeleitet werden, Gottes Wort, die heilige Schrift, als wichtigstes Buch zu handhaben.

Nach E. G. White „Erziehung“ S.15,16