Adventgemeinde Lahr

Die Wichtigkeit von adventistischen Schulen - Ted N.C. Wilson

AUSZUG aus dem Artikel von Ted N. C. Wilson, Präsident der Generalkonferenz der STA in ‚Adventist World’ Dez. 2011

Ted. N. C. Wilson berichtet einleitend aus seinem eigenen Leben, wie er seine Identität zur Freikirche der S-T-Adventisten gefunden hat. Und fährt dann fort:

   „In adventistischen Schulen lernen die Kinder christliche Werte nicht nur durch die Art und Weise, wie die Lehrinhalte vermittelt werden, sie lernen diese Werte auch auf dem Spielplatz (Pausenhof): Miteinander auskommen, mit Konflikten umgehen, Friedenstifter sein. Im Rahmen einer christlichen Bildung werden die moralischen Prinzipien und biblischen Grundlagen offenbart, die alle sozialen Kontakte prägen sollten.

   Wenn ich meine eigene Erfahrung überdenke, wird mir bewusst, wie sehr meine christlichen Lehrer mein Leben beeinflusst haben. Alle haben ihre Spuren hinterlassen – selbst wenn ich es seinerzeit nicht bemerkt habe. Als formbarer junger Mensch schaute ich auf sie und das, was sie lehrten, um zu entscheiden, wie ich mich in bestimmten Situationen verhalten sollte. Ich lernte, ihr Engagement und ihr Pflichtgefühl zu schätzen, und wollte als Erwachsener so sein wie sie.

>>Eine Schule für jede Adventgemeinde<<

   Es gibt keinen Zweifel: Ich bin ein überzeugter Verfechte christlicher Bildung. Ich bin der Meinung, dass jede Adventgemeinde in irgendeiner Form mit einer adventistischen Schule verbunden sein sollte, sei es nun, dass sie selbst eine Schule unterhält oder sich mit mehreren Adventgemeinden zusammentut und eine Schule gründet, selbst wenn sie sehr klein ist.

     Als junger Pastor wurde ich in eine Gemeinde mit weniger als 1200 Gemeindegliedern versetzt. In der Vergangenheit hatte es dort schon einmal eine Schule gegeben, aber aus Mangel an Interesse war sie eingegangen. Doch wir 

fanden eine Gruppe von engagierten Eltern, denen christliche Bildung wichtig war, und innerhalb von nur acht Wochen hatten wir die Schule neu organisiert und ausgestattet. Die Leitung der Vereinigung arbeitete mit uns zusammen, um einen qualifizierten Lehrer zu finden und, am Anfang des Schuljahres hatten wir 13 Schüler. Die Schule wurde fast 40 Jahre erfolgreich betrieben und hat Hunderte von Schülern im Glauben beeinflusst.

   Adventistische Schulen sind wichtig, weil sie die Beziehung zwischen Kindern und Eltern stärken, indem sie Gelegenheiten zu gemeinsamen Unternehmungen und zu Unternehmungen mit anderen Familien, zu Angeboten für die Menschen in der Umgebung und anderen positiven Aktivitäten geben. Adventistische Bildung ist ein Katalysator für die Schaffung eines Netzwerkes der Unterstützung und Ermutigung für junge Menschen, ob es nun eine kleine oder eine sehr große Schule ist. Das gesamte Schulprogramm in Kombination mit den Aktivitäten der Gemeinde und den Jugendlichen sowie der Unterstützung der Eltern zu Hause – dieses Dreieck aus

Gemeinde, Schule und Zuhause – ist ein kraftvolles Mittel, um den Selbstwert und die persönliche Entwicklung voranzutreiben. Gemeinde, Schule und Zuhause helfen – wenn sie zusammenarbeiten – den Kindern und jugendlichen, ihre Talente und Gaben zu entdecken, die Gott ihnen gegeben hat. Wenn Eltern ihren Kindern ein von Christus überzeugtes Elternhaus, Mitarbeit in einer aktiven Gemeinde und den Besuch einer adventistischen Schule ermöglichen, versetzen sie die Kinder in die Lage, sich zu guten Bürgern ihres Landes zu entwickeln und zu Bürgern des Himmelreiches zu werden.

     Es gibt nur wenig Dinge auf dieser Welt, die im Hinblick auf das kommende Reich Gottes mehr zählen, als eine Schule für die Kinder einer Gemeinde zu unterhalten, und ich ermutige die Adventgemeinden auf der ganzen Welt, alles in ihrer Macht sehende zu tun, um eine adventistische Schule zu betreiben oder sich an einer zu beteiligen. Die Bibel sagt ganz klar: „Gewöhne einen Knaben an seinen Weg, so lässt er auch nicht davon, wenn er alt wird“ (Spr.22,6)"